Startseite

 
       

Impressum

 

Kontakt

Presse

Programme

Termine Kochtopf Hausmann
           
 

16.03.2009

Erfolgreiche Premiere für Pickelcreme_2.0

"Rasanter Rundumschlag mit globaler Pickelcreme" titelte der Nordbayerische Kurier nach der Premiere von Pickelcreme_2.0 im Podium Bayreuth. Und weiter war zu lesen:

"Es wimmelt nur so von hals- und zungenbrecherischen Wortschöpfungen im neuen Programm des Bayreuther Kabarettisten Klaus Wührl, das er am Freitagabend im Podium vorstellte. Ausgehend von der „Pickelcreme 2.0“, die dessen „Gören“ morgens und abends allzu reichlich verschmieren, katapultiert er die Fantasie der Zuhörer mit verbaler Lichtgeschwindigkeit, bei der er selbst gelegentlich zungentechnisch ins Stolpern gerät, von häuslichen Ungereimtheiten über politische Parteipickel hinaus ins pubertierende Universum – von der Kindergeldfestsetzungsgrundlage über das Erektionsmangelkompensationsgerät hin zur Lebensmittelinhaltsstoffkennzeichnungs-pflicht. So richtig deutsche Pickel (schwarz der Mitesser, rot die Entzündung, gold der Eiter) sieht er auch in der FDP („flach, dreist, privat versichert“), die mit ihrer Pumpgun namens Neoliberalismus ein Blutbad anrichte und, wenn alle in der Blutlache liegen, als rettender Sanitäter erscheine. In affenartiger Geschwindigkeit springt Wührl weiter zur Analyse des Übergewichts, das den Deutschen bei rückläufigen Geburtszahlen immerhin die Masse erhält. „Bildung und Geld“, behauptet er, „sind regelrechte Fatburner.“ Woraus er wiederum den Umkehrschluss zieht, dass Dumme eher fett werden. Oder umgekehrt. Natürlich habe auch diese von ihm aufgestellte Argumentationsreihe, die auch das qualitativ anspruchslose Fernsehprogramm mit einschließt, Ausnahmen. Wie Ottfried Fischer beispielsweise. Wobei sich auch hier das Problem mit der Henne und dem Ei ergebe. Wer war zuerst da? Waren die Leute zuerst blöd und schauen sich deshalb diese Sendungen an oder sind sie blöd geworden, weil sie sich diese Sendungen ansehen, fragt sich Wührl dabei. Ab der Mitte des Programms bezieht der Kabarettist das zahlreich erschienene Publikum mit ein, was mal mehr, mal weniger klappt. Um das Kindersterben in der Dritten Welt anzuprangern, wagt er einige spekulative Schlussfolgerungen, denen zu folgen aufgrund der Vortragsgeschwindigkeit höchste Konzentration erfordert. Auch für Wührl selbst. Dazu hat er sein außerordentlich umfangreiches Manuskript für zwei Stunden Schnellsprechen vor sich ausgebreitet – so konnte auch er gelegentlich spicken. eba"

Quelle:  Nordbayerischer Kurier Bayreuth, 16.3.2009, Seite 17

Premierenkritik Nordbayerischer Kurier

Premierenbild Nordbayerischer Kurier

zurück